Foxtrott

Der Foxtrott gilt als der anfängerfreundliche Tanz schlechthin und wird paarweise getanzt. Ein klassischer Foxtrott ist meist bar jeder Figuren und kommt ohne anspruchsvolle Drehungen und dergleichen aus. Insofern wird Foxtrott gerne bei Anfängerkursen im Tanzbereich genutzt, um grundlegende Fähigkeiten, wie Rhythmusgefühl und stabile Körperhaltung, zu schulen und Grundlagenwissen zu vermitteln. Durch seine Einfachheit ist der Foxtrott zu diesem Zweck bestens geeignet. Dass der Foxtrott nicht unbedingt zu den Königsdisziplinen im internationalen Tanzsport gehört, lässt sich daran ermessen, dass er zwar seit 1963 zum internationalen Welttanzprogramm gehört, bei Turnieren jedoch bislang noch nie Verwendung fand. Allenfalls einige Varianten und Abkömmlinge des Foxtrotts, wie beispielsweise Quickstep oder Slowfox, finden bisweilen in Turnierprogrammen Verwendung. Diese Varianten sind technisch aber auch erheblich anspruchsvoller.

Foxtrot
Der Ursprung des Foxtrotts lässt sich nicht mit absoluter Sicherheit klären. Mehrere Thesen ranken sich um dessen Entstehung und insbesondere um die Namensgebung. So gibt es unterschiedliche Anschauungen darüber, wie der Foxtrott zu seinem Namen kam. Ein besonders populärer Mythos, dass der Foxtrott namentlich an die charakteristische Gangart des Fuchses gemahnt, wird mittlerweile von den meisten tatsächlichen und selbst ernannten Experten als falsch angesehen.

Eine moderne und beliebte Variante des Foxtrotts, die ebenfalls an vielen Tanzschulen gelehrt wird, ist der Discofox. Der Discofox entstand aus der Kombination mehrerer Tanzrichtungen und wird ebenfalls paarweise getanzt. Als Basis diente der Foxtrott, der das grundlegende Schrittmuster lieferte. Seither hat sich Discofox sowohl als Gesellschaftstanz als auch als Turniertanz permanent weiterentwickelt und zählt gerade in vielen deutschsprachigen Gefilden Mittel- und Westeuropas als einer der beliebtesten Tänze. Es gibt sogar jährlich Discofox Europameisterschaften und Weltmeisterschaften, bei denen erfahrungsgemäß die Schweizer gut abschneiden können, weil man sich dort einer entsprechend ausgeprägten Szene erfreut (in der Schweiz wird der Tanz auch als Disco Swing bezeichnet). Was viele am Discofox schätzen, ist die kreative Freiheit, die dieser Tanz bietet. Er kann sowohl im schnellen als auch im langsamen Tempo präsentiert werden und liefert Dank der Vielzahl der Einflüsse und Stilrichtungen eine wahre Fülle an Figuren, Drehungen, Schrittmustern und Varianten. Der Discofox wurde unter anderem von Einflüssen aus den Bereichen Swing, Boogie Woogie, Mambo, Salsa, Cha-Cha-Cha und Rock n' Roll beeinflusst und geprägt.